Hirschberger Stadtroute – die große Runde
Der Duży Jeleniogórski Trakt Śródmiejski – die große Hirschberger Stadtroute – ist ein städtischer Denkmalweg durch Cieplice (Bad Warmbrunn), Sobieszów (Hermsdorf unterm Kynast) und Jagniątków (Agnetendorf): vom Kurbad bis zum Haus eines Nobelpreisträgers am Fuß des Riesengebirges. In der Stadt heißt er kurz Duży Trakt, die große Route. Hier steht sie Punkt für Punkt, in Gehrichtung.
Die große Route: Bad Warmbrunn, Hermsdorf, Agnetendorf
Fünfzehn Punkte auf gut fünfzehn Kilometern. Der Weg beginnt in Cieplice, führt am Kurbad und durch beide Parks, weiter nach Sobieszów unterhalb der Burg Kynast und endet in Jagniątków, im Haus von Gerhart Hauptmann.
Zwei Orte habe ich ergänzt, die die Stadt nicht ausgeschildert hat: die Schwerter von Grunwald an der ul. Cervi und die Friedenseiche in Jagniątków. Beide liegen genau am Weg und beide haben ihre Geschichte – in der Liste unten sind sie als Zusatzpunkte gekennzeichnet.
- Erlöserkirche Cieplice
- Schaffgotsch-Palais Cieplice
- Galerie und Kur-Animationstheater Cieplice
- Norwegischer Pavillon Cieplice
- Schwerter von Grunwald, ul. Cervi Cieplice Zusatzpunkt
- Trinkbrunnen Cieplice
- Johannes-der-Täufer-Kirche Cieplice
- Das Lange Haus Cieplice
- Marysieńka-Quelle Cieplice
- Gradierwerk Cieplice
- Naturkundemuseum Cieplice
- Herz-Jesu-Kirche Sobieszów
- Schloss Hermsdorf und Nationalpark-Zentrum Sobieszów
- Martinskirche Sobieszów
- Burg Kynast Sobieszów
- Friedenseiche Jagniątków Zusatzpunkt
- Gerhart-Hauptmann-Haus Jagniątków
Die Route in Zahlen
- Länge: 14,57 km
- Summe der Anstiege: 498 m
- Höhe: 340–620 m ü. NN
| Km | m ü. NN | Punkt |
|---|---|---|
| 0,00 | 340 | Erlöserkirche |
| 0,11 | 340 | Schaffgotsch-Palais |
| 0,42 | 340 | Galerie und Kur-Animationstheater |
| 1,19 | 340 | Norwegischer Pavillon |
| 1,92 | 340 | Schwerter von Grunwald, ul. Cervi |
| 2,17 | 340 | Trinkbrunnen |
| 2,24 | 340 | Johannes-der-Täufer-Kirche |
| 2,31 | 340 | Das Lange Haus |
| 2,41 | 340 | Marysieńka-Quelle |
| 2,57 | 340 | Gradierwerk |
| 2,75 | 340 | Naturkundemuseum |
| 6,43 | 360 | Herz-Jesu-Kirche |
| 6,71 | 370 | Schloss Hermsdorf und Nationalpark-Zentrum |
| 6,81 | 371 | Martinskirche |
| 9,81 | 620 | Burg Kynast |
| 12,45 | 472 | Friedenseiche |
| 14,57 | 595 | Gerhart-Hauptmann-Haus |
Karte der Route
Der Track führt vom Plac Piastowski in Cieplice zu Gerhart Hauptmanns Haus in Jagniątków: 14.57 km, von 340 bis 620 m über dem Meer, mit etwa +510 m Anstieg. Die erste Hälfte ist flach und städtisch, die zweite geht in den Wald: der Aufstieg zum Kynast und die Strecke am Riesengebirge sind der bergige Teil – auch wenn der Schluss wieder durch die Straßen von Agnetendorf führt.
GPX-Track herunterladen (89 KB) Für Handy oder Uhr – die Datei enthält die gesamte Route in Gehrichtung.
In Jagniątków weicht der Track am Ende vom ursprünglichen Verlauf ab. Die Route selbst verläuft dort ein Stück entfernt von Kubuś – dem Hirschlein an der Kirche –, in diesem Track dagegen habe ich den letzten halben Kilometer vor Hauptmanns Haus so gelegt, dass die Figur am Weg liegt. Wer streng dem Original folgt, biegt an dieser Stelle einfach nicht ab.
Die Strecke muss nicht an einem Tag gehen. Sie zerfällt natürlich in zwei Teile: den Warmbrunner Teil (Punkte 1–10, 6,5 km, flach, ein Spaziergang) und den Teil Sobieszów – Jagniątków (Punkte 11–15, 8 km, mit dem Aufstieg zur Burg). Beide lassen sich an einer Bushaltestelle beginnen.
Die beiden Teile unterscheiden sich nicht nur im Profil. Der Warmbrunner führt durch Straßen und Parkalleen, der Teil Sobieszów – Jagniątków verläuft fast vollständig auf markierten Wanderwegen – denselben Zeichen, die an den Bäumen kleben. Praktisch heißt das: auf dieser Hälfte braucht es keine Karte, es genügt, den Markierungen zu folgen.
Die Farben der Reihe nach:
- hinauf zum Kynast – rot. So verläuft die Route im Original: sanfter, auf gepflastertem Weg. Wer es kürzer und steiler mag, steigt über den schwarzen Weg an den Zbójeckie Skały (Räuberfelsen) auf – das ist aber eine Variante, nicht die Route.
- von der Burg hinunter – gelb, dann grün nach Jagniątków bis zur Friedenseiche.
- ab der Friedenseiche – blau, fast bis vor Gerhart Hauptmanns Haus.
Die Route lässt sich auch andersherum gehen – von Jagniątków nach Cieplice. Dann beginnt man ganz oben: von Jagniątków über den Kynast hinunter nach Sobieszów, und von dort weiter flach nach Cieplice, mit einem Spaziergang durch das Kurviertel zum Schluss. Auf dem Abschnitt Jagniątków – Sobieszów führen markierte Wanderwege, und die gelten in beide Richtungen – nur liest man die Farben in umgekehrter Folge: blau bis zur Friedenseiche, grün und gelb hinauf zur Burg, rot hinunter nach Sobieszów.
Woher diese Route kommt
Die Route hat die Stadt festgelegt und an den Objekten mit Tafeln beschrieben. Die erste Fassung hatte weniger Punkte als die heutige – eine Broschüre von 2017 nennt zehn. Bei der späteren Erweiterung wurden nicht alle Beschilderungen im Gelände ausgetauscht.
Und die Beschilderung wird weniger. An der Burg Kynast hängt dort, wo früher die Liste der Routenpunkte stand, heute eine Tafel über das Baudenkmal selbst (Stand August 2026). Man kann sich vor Ort also nicht mehr darauf verlassen, alle Punkte an einer Stelle aufgezählt zu finden.
Dies ist der längere der beiden Stränge der Hirschberger Stadtroute. Der kürzere, der Mały Jeleniogórski Trakt Śródmiejski, umrundet die Altstadt und passt in einen einstündigen Spaziergang – ihn beschreibe ich gesondert.
Stadtroute und Hirschlein-Pfad
Zwei verschiedene Dinge, die sich gut zusammen gehen lassen. Die Stadtroute führt zu Denkmälern, der Hirschlein-Pfad zu den über die Stadt verteilten Skulpturen – und sechs Hirschlein stehen genau an dieser Route:
- Ciepliczanka i Zdrój – ein Paar auf einer Bank vor dem Schaffgotsch-Palais, wenige Dutzend Meter nach dem Start.
- Lalkarz – der Puppenspieler, vor dem Kur-Animationstheater.
- Rzemiosław – mit Staffelei und Pinsel, an der Schule für Kunsthandwerk in Cieplice. In dieser Schule sind alle Figuren des Hirschlein-Pfads entstanden, dieses Hirschlein steht also zu Hause.
- Szóstek – der Naturfotograf, vor der Grundschule Nr. 6, ein Stück weiter Richtung Sobieszów.
- Bolko III – ein Herzog mit Schwert und Schild, in Sobieszów vor dem Palais mit dem Zentrum des Nationalparks, am Fuß des Berges Kynast. Bis zur Burg selbst sind es von dort noch über drei Kilometer Weg und 260 Höhenmeter.
- Kubuś – das Hirschlein auf einer Tasse an der Kirche in Jagniątków, kurz vor dem Ziel.
Der Start liegt übrigens direkt neben einem siebten: Norwidek steht vor dem Norwid-Gymnasium, keine zweihundert Meter vom ersten Punkt der Route entfernt.