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Der grüne Warmbrunner Rundweg

Ein Rundweg von 6,4 km um Bad Warmbrunn, auf dem man insgesamt 37 Höhenmeter sammelt – etwa so viel wie die Treppe auf den Hochwasserdamm und ein paar Anstiege im Park. Ein Rundweg – man steigt ein, wo man möchte. Der Weg führt durch beide Kurparks, am Zacken (Kamienna) entlang und durch eine historische Eichen-Ahorn-Allee; unterwegs quert er die Wrzosówka und die Podgórna.

Achtung: zwei verschiedene Wege, dieselbe Markierung

In Cieplice gibt es zwei Spazierwege mit demselben weiß-grünen Quadrat, einige Kilometer voneinander entfernt und ohne Zusammenhang. Diese Seite beschreibt den Rundweg um den Kurort. Der andere grüne führt zum Grab des unbekannten Priesters: 2,1 km von Punkt zu Punkt, durchgehend bergauf, Ende im Wald über Stonsdorf. In der Nähe verläuft außerdem ein regionaler grüner PTTK-Weg von Bad Warmbrunn über Stonsdorf nach Fischbach – dieser trägt eine andere Markierung (ein einfacher Balken, kein Quadrat), auf der Karte ist die Farbe aber dieselbe.

Was am Weg liegt

Vom Plac Piastowski verläuft der Weg am Zacken (Kamienna) entlang, vorbei am Langen Haus und der Figur des heiligen Johannes Nepomuk, dann über die Straße Tabaki hinaus ins Feld. Nach knapp zwei Kilometern führt eine Treppe auf die Dammkrone, und dahinter öffnet sich der Blick auf das Riesengebirge mit der Burg Kynast im Vordergrund.

Es ist kein gewöhnlicher Deich. Man geht auf dem Damm des Trockenrückhaltebeckens „Cieplice“ – einem Bauwerk vom Anfang des 20. Jahrhunderts, errichtet nach dem großen Hochwasser von 1897 und in der Denkmalliste geführt. Das Becken steht im Normalfall leer: sein Boden sind Wiesen und Brachland, das Wasser von Wrzosówka und Podgórna nimmt es erst auf, wenn es zu viel wird. Zuletzt füllte es sich am 14. und 15. September 2024 – das Wasser stürzte über die gesamte Überlaufkrone, das Becken überschritt den Alarmpegel. Jenes Hochwasser war hier größer als das von 1997. Der Damm ist rund 1,3 km lang, seine Krone auf 345 m Höhe seit über hundert Jahren eine Promenade der Kurgäste – von hier schaut man ins Riesengebirge. Ist das Becken gefüllt, sprechen die Einheimischen vom „Warmbrunner See“.

Danach verlässt die Route den Damm, überquert die Podgórna, passiert eine Bank mit Bergblick und erreicht die historische Eichen-Ahorn-Allee – 135 Bäume, ein Naturdenkmal. Zurück geht es durch den Norwegischen Park und den Kurpark, vorbei an der Kapelle der Heiligen Familie, bis zum Schaffgotsch-Palais gegenüber dem Kirchturm mit der Uhr.

Markierung – der schwache Punkt

Der grüne Rundweg hat keine Wegweiser – keine Schilder mit dem nächsten Ziel und der Entfernung, wie sie an der roten Schleife stehen. Es bleibt allein die gemalte Markierung, und an einigen Stellen ist sie schwach oder leicht zu übersehen. Ab und zu ein Blick auf die Karte lohnt sich – in der App führt der Weg per Sprache und meldet, wenn man ihn verlassen hat.

Hirschlein am Weg

Auf dem Rundweg kommt man an zwei Figuren vorbei: Ciepliczanka i Zdrój vor dem Schaffgotsch-Palais und Lalkarz am Animationstheater. Eine dritte, Rzemiosław, liegt knapp zweihundert Meter abseits – ein kurzer Abstecher genügt. Alles im Flachen, ohne einen einzigen Anstieg.

Geht das mit Kinderwagen?

Ja – mit einer Einschränkung. Auf den Damm führt eine Treppe, die sich aber mit einem Umweg von einigen Dutzend Metern umgehen lässt. Sonst sind es Parkwege, Gehsteige und Feldwege, das schaffen Kinderwagen und ältere Beine. Nach Regen werden die Feldabschnitte weich.

Die Fakten

Länge6,41 km (Rundweg)
Anstieg gesamtetwa 37 m
Höhe342–350 m
Zeit1 Std. 40 Min. gemütlich
Startüberall auf dem Rundweg
Markierungweiß-grünes Quadrat
UntergrundParkwege, Feldwege, etwa 1,2 km Straße
Zapora suchego zbiornika Cieplice podczas powodzi 15 września 2024: woda przelewa się przez całą długość kamiennego przelewu
15. September 2024. Das Becken, an dessen trockenem Grund man sonst vorbeigeht, arbeitet mit voller Kraft – das Wasser stürzt über die gesamte Überlaufkrone.

Bilder vom Weg

Blick von der Dammkrone: ein bewaldeter Hügel mit der Ruine der Burg Kynast, rechts in der Ferne der Kamm des Riesengebirges mit der Schneekoppe
Die Burg Kynast im Vordergrund, dahinter der Hauptkamm des Riesengebirges. Für diesen Blick steigt man auf die Dammkrone.
Panorama vom Damm: links die Ruine der Burg Kynast auf ihrem Hügel, rechts die Wand der Schneegruben und die Schneekoppe
Derselbe Blick im weiteren Ausschnitt – von der Burg Kynast bis zum Kamm über den Schneegruben.
Eine Holzbank im hohen Gras, dahinter Felder und der Kamm des Riesengebirges mit der Schneekoppe
Die Bank am Beginn der Eichen-Ahorn-Allee. Der Blick reicht über den ganzen Kamm mit der Schneekoppe.
Die historische Eichen-Ahorn-Allee: ein Feldweg zwischen zwei Reihen alter Bäume, deren Kronen sich über dem Weg schließen
Die Allee zählt 135 Bäume und steht als Naturdenkmal unter Schutz. Der Schatten hält auch an heißen Tagen.
Ein weißer Pavillon mit Schindeldach an der Böschung über dem Teich im Norwegischen Park, auf dem Wasser eine Fontäne
Der Pavillon über dem Teich im Norwegischen Park, auf dem Rückweg des Rundwegs.
Eine einbogige Steinbrücke über dem Wasser im Norwegischen Park, ringsum alte Bäume, der Bogen spiegelt sich im Wasser
Die Steinbrücke im Norwegischen Park – eine der Stellen, an denen der Weg die Alleen verlässt und ans Wasser führt.
Der granitene Schlussstein im Bogen der Brücke mit den eingehauenen Initialen E.F. und einer verwitterten Jahreszahl darunter
Der Schlussstein des Bogens: die Initialen E.F. und die Jahreszahl 1908. Den Park legte ab 1906 Eugen Füllner an, der Besitzer der Warmbrunner Papiermaschinenfabrik – ein anderer E.F. kommt hier kaum in Frage. Vom Weg aus ist das nicht zu sehen, man muss ans Wasser hinunter und unter den Bogen schauen.

Karte des Rundwegs

Die grüne Linie ist die aufgezeichnete Spur – dieselbe, der die App folgt. Die Pfeile zeigen die Richtung, in der die Sprachhinweise angelegt sind. Ein Klick auf eine Markierung zeigt, worum es sich handelt.

Häufige Fragen

Wie lang ist der grüne Warmbrunner Rundweg?

6,41 Kilometer, gemessen an der GPS-Spur einer tatsächlichen Wanderung. Es ist ein Rundweg – man steigt ein, wo man möchte, und kommt dorthin zurück; eine Rückfahrt entfällt. Gemütlich dauert er etwa 1 Stunde 40 Minuten.

Worin unterscheidet er sich vom roten Weg?

Die rote Schleife des Warmbrunner Spazierwegs misst 10,65 km und führt auf die Hügel – Scholzenberg, Chmielnik, Morskie Oko. Der grüne Rundweg ist halb so lang und praktisch eben: 37 Höhenmeter insgesamt, denn er bleibt im Talgrund, in den Parks und auf dem Damm.

Geht das mit Kinderwagen?

Ja, mit einem kleinen Umweg. Auf die Dammkrone führt eine Treppe, die sich aber umgehen lässt. Sonst verläuft die Route auf Parkwegen, Feldwegen und Gehsteigen, ohne Steigung.

Wo kann man parken?

Am einfachsten rund um den Plac Piastowski in Cieplice – ein bequemer Einstieg, dort halten auch die Stadtbusse. Da es ein Rundweg ist, kann man ebenso gut am Norwegischen Park oder am Damm einsteigen.

Ist das derselbe grüne Weg wie der zum Grab des unbekannten Priesters?

Nein. Es sind zwei verschiedene Routen mit derselben weiß-grünen Markierung. Diese ist ein Rundweg um Bad Warmbrunn, die andere steigt von der Straße Poprzeczna zum Grab im Wald über Stonsdorf und misst 2,1 km. Sie liegen mehrere Kilometer auseinander.