Burg Kynast (Chojnik) – Ruine und Panorama über Hermsdorf
Die Burg Chojnik (deutsch Kynast) ist eine der schönsten Ruinen Niederschlesiens – eine gotische Feste auf dem Gipfel eines felsigen Berges (627 m) über Sobieszów (Hermsdorf), einem Stadtteil von Jelenia Góra. Von ihrem Turm öffnet sich ein weites Riesengebirgs-Panorama, und um ihre Mauern rankt sich die berühmteste Bergsage – von der grausamen Kunigunde.
Die Geschichte der Burg Kynast
Die gemauerte Burg entstand in den 1350er Jahren, die erste Erwähnung stammt von 1364. Ab 1418–1419 gehörte Kynast dem mächtigen Geschlecht Schaffgotsch, das sie im 15. und 16. Jahrhundert ausbaute – 1588–1589 wurde der cylindrische Bergfried erhöht. Die Feste wurde unmittelbar auf den Granitfels gebaut, im Südosten durch eine 150-Meter-Wand über dem Höllental geschützt. Ihr Glanz endete mit einem Blitzbrand am 31. August 1675 – Kynast wurde nie wieder aufgebaut.
Schon im 19. Jahrhundert wurde die malerische Ruine zum Ausflugsziel; seit 1860 gibt es hier eine Berghütte, heute von der PTTK betrieben. Seit 1991 finden auf der Burg die Armbrustturniere „Um den Goldenen Bolzen der Burg Chojnik" statt. Der Berg liegt im Riesengebirgs-Nationalpark.
Die Sage von Kunigunde
Mit dem Kynast verbindet sich die berühmteste Sage des Riesengebirges – von der schönen, doch grausamen Burgherrin Kunigunde, die nur den heiraten wollte, der in voller Rüstung den schmalen Mauerkranz über dem Abgrund umritt. Die ganze Sage lesen →
Anstieg zum Kynast
Wege führen von Sobieszów (Hermsdorf) hinauf – am Fuß des Berges steht auch das Hirschlein Bolko III des Hirschlein-Pfads. Der Aufstieg auf den Turm gibt Zugang zur Aussichtsplattform mit dem Panorama unten.
360°-Panorama vom Turm
Ziehen zum Umsehen; scrollen zum Zoomen. Die sichtbaren Gipfel sind im Panorama beschriftet.
Vollständige Liste der sichtbaren Objekte (Text)
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Was man vom Turm der Burg Kynast sieht
Von der Plattform auf dem Bergfried (dem cylindrischen Hauptturm) öffnet sich ein weites Panorama. Im Süden zieht sich der Hauptkamm des Riesengebirges – von Szrenica über Łabski Szczyt, die Śnieżne Kotły (Schneegruben) und Wielki Szyszak bis zur höchsten Schneekoppe (Śnieżka, 1603 m). Im Osten liegen die Rudawy Janowickie mit Skalnik, und zu Füßen des Berges das Hirschberger Tal mit Sobieszów, Cieplice und Jelenia Góra.
Häufige Fragen
Wo liegt die Burg Kynast (Chojnik)?
Auf dem Gipfel des Berges Chojnik (627 m) über Sobieszów (Hermsdorf) – einem Stadtteil von Jelenia Góra im Riesengebirge. Im Südosten fällt der Berg in einer 150-Meter-Wand ins Höllental.
Wann wurde die Burg Kynast erbaut?
Die gemauerte Burg entstand in den 1350er Jahren, die erste Erwähnung stammt von 1364. Ab 1418–1419 gehörte sie den Schaffgotsch. Am 31. August 1675 machte ein Blitzbrand sie zur Ruine, die nie wieder aufgebaut wurde.
Was sieht man vom Turm der Burg Kynast?
Ein Panorama des Riesengebirgs-Hauptkamms von Szrenica bis zur Schneekoppe (Śnieżka, 1603 m), die Rudawy Janowickie mit Skalnik und das Hirschberger Tal mit Sobieszów, Cieplice und Jelenia Góra.
Welche Sage ist mit der Burg Kynast verbunden?
Die berühmteste Sage des Riesengebirges – von der grausamen Kunigunde, die nur den heiraten wollte, der in Rüstung den Mauerkranz über dem Abgrund umritt.